Niemand ist gestorben: Bauer stinksauer über Reaktionen auf Milch-Rückruf

Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass in einer Molkerei durch eine defekte Dichtung, durchfallerregende Keime in die Milch gelangten, mussten zwei Milchproduzenten ihre Produkte verschiedener Handelsmarken zurückrufen. Dass Verbraucher Milch nun als gesundheitsgefährdend abstempeln, ist dem Landwirt Friedrich Steinmann ein Dorn im Auge.

Der Bauer aus Bottrop sagte zur "Bild": "Milch ist nicht gesundheitsgefährdend." Es gebe kein Lebensmittel, das besser kontrolliert werde als Milch. "Jede Abholung, die unseren Hof verlässt wird beprobt. Ohne Ausnahme". Auf Steinmanns Hof werden täglich 160 Kühe gemolken, davon landen 4500 Liter in einer geschlossenen Kette in der Molkerei, wo sie bei bis zu vier Grad gekühlt wird.

Würde die Milch gefährliche Keime aufweisen, würde dies noch am selben Tag auffallen, erklärte Steinmann der "Bild". So auch am Freitag. „Wir konnten doch sehen, dass die Mechanismen funktionieren. Seitdem der Keim in der Milch gefunden wurde, ist niemand erkrankt oder gestorben", sagte der Landwirt.

"Unsere Warnmechanismen greifen"

Für die Panik mancher nach dem Vorfall am Freitag hat der Landwirt kein Verständnis: "Der ein oder andere Verbraucher sagt natürlich, jetzt kann man keine Milch mehr trinken. Die Verhältnismäßigkeit passt einfach nicht." Steinmann bleibe dabei: "Die Milch wird gut kontrolliert und unsereWarnmechanismen greifen.“

Vorige Woche hatten der Milchhändler Deutsches Milchkontor (DMK) und das Unternehmen Fude + Serrahn wegen Durchfallerregern bestimmte Packungen fettarmer Frischmilch vom Markt genommen. Betroffen waren unter anderem Aldi, Lidl, Edeka, Rewe Kaufland und Netto. Ursache der Verunreinigung war eine defekte Dichtung.

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