Das passiert, wenn Du keinen Alkohol trinkst – nach 1, 7, 30 oder 365 Tagen

Weniger Alkohol zu trinken: Das nehmen sich viele Menschen immer dann vor, wenn sie glauben, es übertrieben zu haben. Sie beschließen zumindest eine Pause vom Alkohol, damit sich der Körper und vor allem die Leber erholen können. Das gelingt tatsächlich erstaunlich schnell – und nicht nur zur Fastenzeit.

  • Experten sagen: "Wer zweimal pro Woche auf Alkohol verzichten kann, ist nicht abhängig"
  • Besserer Schlaf, mehr Energie – was bewirkt ein längerer Zeitraum ohne Alkohol mit dem Körper?
  • Abstinenz kann sichtbare Folgen haben

Weihnachten und Silvester, Karneval, sommerliche Weinfeste oder das Oktoberfest – es gibt im Lauf des Jahres reichlich Anlässe, bei denen viele Menschen mehr Alkohol trinken, als ihnen gut tut. Und weil die meisten das auch wissen, schwören sie allen alkoholischen Getränken ab – zumindest für eine Weile. In Großbritannien starten sogar zweimal jährlich große Kampagnen für den Alkoholverzicht. Im „Dry January“  und bei „Sober in October“ werden die Bürger dazu aufgerufen, einen Monat lang „trocken“ beziehungsweise „nüchtern“ zu bleiben..

Ob individueller Vorsatz oder Gesundheitskampagne – viele, die auf die Alkoholbremse treten, wollen ihrer Leber ein paar entlastende Detox-Wochen gönnen. Oder sie wollen überprüfen, wie schwer ihnen der Verzicht auf das Feierabend-Bier, das Glas Wein zum Essen oder den Drink in der Bar fällt.

Aber was bewirkt der Alkoholverzicht für den Organismus, den Stoffwechsel, das Wohlbefinden? Und wie lang sollte die Abstinenz dauern, bis eine spürbare Veränderung eintritt?

Das bringt ein Tag ohne Alkohol

Wer nicht gerade mit einem ordentlichen Hangover vom Vorabend in einen alkoholfreien Tag startet, wird keine körperliche Veränderung durch die Mini-Abstinenz bemerken. Allenfalls werden das Pils oder das Glas Wein am Abend vermisst und das Mineralwasser als geschmacklich wenig befriedigender Ersatz empfunden. Das sei aber noch kein Zeichen für eine beginnende Abhängigkeit, sondern einfach der Bruch mit einer täglichen angenehmen Gewohnheit.

Jarmila Mahlmeister, Chefärztin an der Betty-Ford-Klinik in Bad Brückenau sagt: „Für Menschen mit normalem Alkoholkonsum gilt: Wer zwei Tage pro Woche problemlos auf Alkohol verzichten kann, ist nicht abhängig.“ Experten raten ohnehin zu dieser regelmäßigen Kurzabstinenz, vor allem für einen bewussteren Umgang mit dem potenziellen Suchtmittel. Wer am alkoholfreien Tag allerdings immer daran denkt, nichts trinken zu dürfen oder sehr mit sich kämpfen muss, abends nicht doch noch bei der nächsten Tankstelle ein alkoholisches Getränk zu holen – der sollte seinen Konsum ernsthaft überdenken. Denn der Alkohol spielt schon eine dominante Rolle im Alltag und die Grenze zur Abhängigkeit ist nah.

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