Schlafstudie: Mit dieser Schlafdauer lebt man am längsten

Bei Schlaf gilt: Mehr ist nicht immer mehr. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Langzeit-Schlafstudie, bei denen der Schlaf von 117.000 Probanden aus 21 Ländern untersucht wurde.

Ziel der Forscher um Dr. Chuangshi Wang von der McMaster Universität in Hamilton, Kanada, war es, einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und gewissen gesundheitlichen Problemen sowie frühzeitigen Todesfällen zu erkennen. Die Ergebnisse wurden im ‚European Heart Journal‘ veröffentlicht.

Was ist die optimale Schlafdauer?

Die Wissenschaftler sind sich einig: Wer nachts zwischen sechs und acht Stunden Schlaf bekommt, gehört in der Regel zu den Menschen mit dem gesündesten Lebenswandel und den wenigsten gesundheitlichen Problemen. Abweichungen nach oben oder unten deuten hingegen oft auf gravierende Erkrankungen hin.

Knapp acht Jahre lang wurden die Probanden rund um den Globus zu ihrer Schlafdauer, ihrem Lebensstil und ihrem Gesundheitszustand befragt. Zu Beginn waren die Teilnehmer durchschnittlich 50 Jahre alt. Dabei ergab sich ein Bild, das weltweit die gleichen Tendenzen aufzeigt.

Langschläfer gegen Kurzschläfer

Wer länger als die empfohlenen acht Stunden schlief, war in der Regel älter, depressiver, körperlich wenig aktiv und neigte vermehrt zu Alkohol- oder Nikotinkonsum.

Darüber hinaus litten diese Probanden eher an Bluthochdruck und der Lungenkrankheit COPD. Bei Kurzschläfern hingegen traten verstärkt Diabetesund Übergewicht auf. Interessant: Unter denjenigen, die weniger als sechs Stunden schliefen, befanden sich auffallend viele Städte-Bewohner.

Todesfälle, Herzinfarkte, Unfälle

Am Ende der Studie waren 4.400 Teilnehmer gestorben, eine ähnlich hohe Anzahl hatte entweder einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten. Besonders die Langschläfer machten einen großen Teil der Todesfälle aus und auch bei den kardiovaskulären Ereignissen lagen sie vorn.

Bei den Kurzschläfern hingegen traten vermehrt Unfälle auf — ein sicheres Zeichen, dass diese Teilnehmer eigentlich mehr Schlaf benötigten, diesen aber nicht immer bekamen.

Die Forscher räumen allerdings ein, dass es durchaus Menschen gibt, die mit wenig Schlaf auskommen und damit auch rundum gesund sind: Ihre natürlichen Bedürfnisse werden einfach mit weniger gedeckt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Schlafdefizit ist ungesund, während Menschen mit erhöhtem Schlafbedürfnis oft selbst ungesund sind. Bei erheblichen Abweichungen von der sechs bis acht Stunden-Norm über einen langen Zeitraum kann es hilfreich sein, einen Arzt zu Rate zu ziehen — und sei es nur, um bislang unerkannte gesundheitliche Probleme auszuschließen.

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*Der Beitrag „Schlafstudie: Mit dieser Schlafdauer lebt man am längsten“ stammt von FitForFun. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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