Ein flüssiges Schwermetall

Hinter dem siebten Türchen des DAZ-Adventskalenders geht es heute um „Bader und Quacksalber“ und eine sogenannte Lustseuche. Was das mit dem Periodensystem der Elemente zu tun hat? Lesen (und raten) Sie selbst.

Cyrano de Bergerac und Casanova, Franz Schubert, Friedrich Nietzsche, sie alle sind prominente Beispiele, die hautnahe Bekanntschaft mit dem gesuchten Element gemacht haben. Sie alle litten unter Syphilis und setzten ihre ganze Hoffnung auf ein Heilmittel, das von „Badern und Quacksalbern“ angewandt wurde. Diese Hoffnung war vergebens, möglicherweise sind sie nicht an den Folgen der Lustseuche, sondern der hochgiftigen Therapie mit dem auch als „flüssiges Silber“ bezeichneten Elements verstorben. 

Denn bei dem Element handelt es sich um das einzige Metall, das bei Raumtemperatur in flüssiger Form vorliegt. Dieser Eigenschaft verdankt es auch seinen Einsatz unter anderem in Messgeräten. Zerbrechen solche Messinstrumente und gelangt das Element ins Freie, entstehen toxische Dämpfe. Wegen der heute unbestrittenen Toxizität wurde seine Verwendung immer weiter zurückgedrängt. Ungeachtet dessen befindet es sich in der Umwelt und ist in Mensch und Tier immer noch nachweisbar. 

Um weitere Eintragungen in die Umwelt zu vermeiden oder zu reduzieren, wurde auf Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen eine unter dem Namen Minamata-Konvention gezeichnete Vereinbarung getroffen, die unter anderem ab 2020 die Produktion sowie den Import und Export entsprechender Produkte verbietet. Der bergmännische Abbau des Metalls soll beendet werden.

Frage: Um welches Element handelt es sich?

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