Partnerschaft: Diese Unsicherheiten sollten nach einem Jahr weg sein

Klar, der Anfang einer jeden Beziehung ist ungemein aufregend, gefüllt mit Abenteuern, Schmetterlingen im Bauch und großen Gefühlen. Wir wissen nicht, was uns erwartet und genau das ist aufregend. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich auch, dass wir Vertrautheit und wirkliches Vertrauen zueinander erst nach und nach aufbauen müssen.

Wir kennen den anderen noch nicht, weshalb gewisse Unsicherheiten, was sein Verhalten oder das Verhältnis an sich angeht, auch völlig normal sind.

Mit der Zeit sollten sich diese dann aber von ganz allein in Luft auflösen. Ist das nicht der Fall, kann das ein Indiz dafür sein, dass es in der Beziehung nicht so rosig zugeht, wie du vielleicht denkst.

Vor allem nach einem Jahr müsstest du dir mit deinem Partner eigentlich so sicher sein, dass dir die folgenden Unsicherheiten nicht einmal in den Sinn kommen.

Du fragst dich, wo die Reise hingeht

Vielleicht war euch beiden zunächst noch nicht ganz klar, was das zwischen euch überhaupt ist und ihr seid alles locker angegangen – völlig legitim.

Wenn du dir allerdings nach einem gemeinsamen Jahr immer noch nicht sicher bist, ob ihr eine Affäre habt oder es ernst miteinander meint, dann ist das ein Problem, über das ihr dringend reden müsst.

Bist du happy mit der Situation, ist das natürlich hinfällig, zerbrichst du dir aber ständig den Kopf darüber, ob dein Partner es ernst mit dir meint, beziehungsweise überhaupt dein Partner ist, brauchst du auf jeden Fall Klarheit über euren Status.

Habt ihr allerdings schon öfter darüber geredet und du wirst ständig hingehalten, solltest du dir doch Gedanken machen, ob das Ganze überhaupt noch einen Sinn hat …

Du bist dir im Bett noch unsicher

Ok, Sex ist in einer Beziehung natürlich nicht alles, eine große Rolle spielt die schönste Nebensache der Welt dann aber doch.

Kannst du dich nach 12 Monaten immer noch nicht wirklich auf deinen Partner einlassen und hast Probleme, dich fallen zu lassen, offen über deine sexuellen Bedürfnisse zu sprechen oder hast Komplexe, was deinen Körper betrifft, solltest du darüber nachdenken, woran diese bleibenden Unsicherheiten liegen können.

Natürlich darf man nach einem Jahr im Bett noch Neues entdecken und muss nicht funktionieren wie ein Uhrwerk. Sich das zu erlauben, geht aber nur, wenn genug Vertrauen und Offenheit herrscht, um Dinge auszuprobieren. Hemmungen sind im Bett fehl am Platz und sollten dir zu denken geben.

Vielleicht liegt es an deinem Partner, der dir Gründe liefert, ihm nicht hundertprozentig zu vertrauen, möglicherweise musst du aber auch an dir und deinen eigenen Selbstzweifeln arbeiten.

Dir über deine Verunsicherungen Gedanken zu machen, ist der erste Schritt, um ihnen auf den Grund zu gehen und sie so zu überwinden.

Du hast Angst vor Streit

Auseinandersetzungen machen wahrscheinlich niemandem Spaß und doch ist ein gewisses Maß an Konflikten in einer Beziehung ganz normal und sogar gesund. Scheust du dich indes davor, Dinge anzusprechen, weil du dich davor fürchtest, einen Streit loszubrechen, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass du deinem Partner gewisse Seiten von dir vorenthältst. Es ist ja nicht so, dass dich gewisse Dinge nicht stören, im Gegenteil: Du schluckst sie runter, weil du dich nicht sicher genug fühlst. Du hast Angst davor, ein Streit könnte die Beziehung zerstören. Genau darin liegt das Problem: Eine stabile Partnerschaft hält Konflikte aus und braucht manchmal bestimmte Reibungen. Schließlich wollt ihr Dinge voneinander lernen und miteinander wachsen. Das geht nur, wenn auch die unschönen Sachen ehrlich angesprochen und diskutiert werden.

Du kannst nicht dein wahres Ich zeigen

Während es völlig legitim ist, gewisse Dinge als kleine Geheimnisse für sich zu behalten, solltest du in einer Beziehung trotzdem das Gefühl haben, deinem Partner alles erzählen zu können. Du solltest wissen, dass er nicht nur deine positiven Seiten liebt, sondern auch deine negativen. Wenn du stattdessen Angst hast, genau diese weniger schönen Facetten deiner Persönlichkeit zu zeigen, wird dein Partner dich niemals wirklich kennen.

Die Furcht vor Zurückweisung ist größer als die Gefühle zu deinem Partner. Dies muss nicht einmal unbedingt etwas mit dem Verhalten des anderen zu tun haben, sondern liegt tief in deinem Inneren verwurzelt: Nicht verarbeitete Erfahrungen aus der Vergangenheit und alte Verletzungen können diese Unsicherheiten zum Vorschein bringen. Ein Bewusstsein dafür zu bekommen, ist der erste Schritt, dich weiter öffnen zu können.

Lerne aus Zeichen wie diesen und nutze sie, um dich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt in deiner Beziehung zu öffnen. Dabei musst du dir keinen Druck machen – ihr könnt euch ganz gemächlich in eurem eigenen Tempo nach vorne bewegen …

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