Du willst abends endlich abschalten? Mit diesen drei Tricks klappts sofort

Sie haben Probleme einzuschlafen? Sie hatten schon länger keine ruhige Nacht mehr? FOCUS-Online-Expertin Kim Fleckenstein erklärt, warum Schlafmangel so gefährlich ist und welche Mentaltricks Ihnen helfen können.

  • Schlafmangel erhöht das Sterberisiko.
  • Rituale sind kein alberner Kinderkram.
  • Drei Tricks, die Sie schneller einschlafen lassen.

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens schlafend – und das ist auch gut so. Denn der Schlaf ist enorm wichtig für Körper und Seele. Doch laut Robert-Koch-Institut leiden 25 Prozent der Deutschen unter einer Schlafstörung. Dieses Phänomen gehört damit zu den zehn großen Volkskrankheiten. Schlaflabors haben mittlerweile Wartelisten, weil sich so viele Schlafgestörte verkabeln lassen und dadurch Qualität, Tiefe und Verlauf ihrer Nachtruhe überprüfen lassen möchten.

Auch das ist gut so: Denn bei dauerhaftem Schlafmangel nimmt die Schnelligkeit von Denken und Handeln enorm ab, Fehler sind unvermeidbar. Weitere mögliche Folgen: Depressionen, Schlaganfälle, Herzerkrankungen und generell ein erhöhtes Sterberisiko.

Die große Wirkung der Rituale

Bei Kindern achten wir abends auf eines oder sogar mehrere Rituale. Die sollen den Kleinen dabei helfen, leichter und vor allem gerne ins Bett zu gehen – und dort selig ins Land der Träume abzudriften. Wir denken, dass Erwachsene solche Rituale nicht mehr brauchen, um schlafen zu können. Ein Fehler!

Denn genauso, wie die morgendliche Meditation, die Tasse Kaffee oder die warme Dusche dazugehört, um so angenehm wie möglich in den Tag zu starten, so kann das abendliche Ritual dabei unterstützen, entspannt in den Schlaf zu finden.

1. Trick

Der „Tatort“ am Sonntagabend zählt für uns Deutsche zu einem der liebsten Rituale. Schlaffördernd sind diese blutigen Geschichten aber leider nicht.

Gewöhnen Sie sich stattdessen an, den Tag mit 15 Minuten Gemütlichkeit zu beenden: Kuscheln Sie sich vor dem Zubettgehen in eine weiche Decke und schalten Sie beruhigende Musik ein. Sitzen Sie einfach mal nur da, lauschend und atmend, ohne Handy oder laufenden Fernseher – dadurch beruhigt sich Ihr Nervensystem.

2. Trick

Denken Sie mal darüber nach, welches positive Gefühl Sie mit Ihrem Schlaf verbinden. Wie fühlt es sich an, wenn Sie kurz vorm Einschlafen sind? Ist es Geborgenheit, die Sie erfüllt – Frieden, Liebe? Konzentrieren Sie sich auf dieses Gefühl und lassen Sie es gedanklich immer weiter wachsen.

Statt einer Emotion kann es natürlich auch ein bestimmter Klang sein, den Sie mit dem Schlaf verbinden. In diesem Fall lassen Sie ihn einfach immer wieder sanft erklingen, während Sie im Bett liegen. Dann kommt die Müdigkeit von ganz allein!

3. Trick

Halten herumkreisende Gedanken und Gefühle Sie wach? Je mehr Aufmerksamkeit wir ihnen schenken, desto stärker werden sie. Nutzen Sie einen Trick: Schicken Sie Ihre „ungebetenen Gäste“ in ein imaginäres Zimmer, das Sie schön einrichten – mit einem Sofa, bunten Bildern und anderen Accessoires, die Ihnen gefallen.

In diesem Zimmer dürfen alle Gefühle Platz nehmen, um die Sie sich gerade nicht kümmern wollen. Begrüßen Sie sie freundlich und sagen Sie ihnen, dass Sie sie morgen früh wieder abholen werden. Je öfter Sie dieses Ritual anwenden, desto gelassener werden Sie.

Als Hypnosetherapeutin und Meditationstrainerin möchte Kim Fleckenstein möglichst viele Menschen erreichen. Daher hat sie nicht nur ihre Praxis in München, sondern bietet auch Online-Kurse sowie Hypnose- und Meditations-Hörprogramme an.

Sie gibt außerdem Meditations-Seminare, schreibt Ratgeber und verrät in ihrem Podcast „Selbstläufer“ Tipps für ein selbstbestimmtes Leben.

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