Zucker ohne Kalorien: Hersteller plant Süßstoff-Revolution

Fast jeder liebt den Geschmack von Zucker – daher wird das Saccharose-haltige Kristall vermutlich in nahezu jedem Nahrungsmittel verarbeitet. Denn nicht nur in Gebäck, Schokolade und Süßkram steckt viel Zucker. Selbst Lebensmittel, bei denen wir es nicht erwarten, können echte Zuckerbomben sein. Saucen, Dressings, Fruchtjoghurts und Fertiggerichte sind nur wenige Beispiele.

Allulose – ein (fast) kalorienfreies Süßungsmittel

Das Problem mit dem Zucker ist bekannt: Er ist nicht nur ungesund, sondern auch reich an Kalorien und daher nicht förderlich für die schlanke Linie. Zuckeraustauschstoffe wie Stevia, Xylit oder Erythritsind bereits auf dem Markt. Nun arbeitet Savanna Ingredients, eine neu gegründete Tochterfirma des Zuckerherstellers Pfeifer & Langen, an einer neuen Zucker-Alternative: Allulose. Was macht das Süßungsmittel so besonders?

Mit Allulose will der Hersteller ein Süßungsmittel anbieten, das herkömmlichem Zucker in Geschmack und Konsistenz möglichst nahe kommt. Anders als das leicht lakritzig-schmeckende Stevia soll es beim Backen bräunen und das von Zucker gewohnte Mundgefühl hinterlassen. Im Gegensatz zu Haushaltszucker ist Allulose aber praktisch kalorienfrei: Auf ein Gramm Allulose kommen nur 0,2 Kalorien. Die Entwicklungsforscher rechnen damit, dass das Produkt das Label 'kalorienfrei' erhalten wird.

Auch der glykämische Index von Allulose ist gering – Studien haben ergeben, dass das Süßungsmittel kaum eine Blutzuckerspiegel-Veränderung bewirkt.

Zuckeralternative auf natürlicher Basis

Der Zucker kommt auf natürliche Weise unter anderem in Rosinen und Feigen vor und kann vom Körper – anders als Saccharose, Fructose und Glucose – nicht vom Körper verstoffwechselt werden. In der Folge bedeutet das: Er setzt nicht so leicht an den Hüften an.

Allulose steht kurz vor der Zulassung

Um die nötigen Entzyme zu finden, bedarf es einer speziellen Technik, die es erst seit wenigen Jahren gibt. 14 Forscher verschiedener Fachrichtungen waren an der Entwicklung beteiligt. Einer der Grundstoffe der Herstellung sei die Zuckerrübe, die weiteren Zutaten, Enzyme und Herstellungsverfahren sind jedoch nicht bekannt.

Die Hersteller warten nur noch auf die Zulassung für den Zuckeraustauschstoff – dann soll Allulose industriell hergestellt werden. Naschkatzen haben also einen Grund zur Freude!

Julia Poggensee

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