Gesund oder gefährlich?: So häufig solltest du pro Tag maximal pupsen

Eines ist sicher: Pupsen gehört garantiert zu den peinlichsten Begleiterscheinungen des Menschseins. Denn wer belästigt Anwesende schon gern mit schlecht riechenden Körpergasen?

Dennoch ist Teil eines funktionierenden Körpers, Flatulenzen entweichen zu lassen – und gehört gehört zum Leben dazu.

Pupsen ist sogar gesund. Doch in welchem Maße?
 

So entstehen Gase im Darm

Der Darm ist dafür verantwortlich, die Nahrung, die du täglich zu dir nimmt, zu verarbeiten, indem er sie zersetzt und weiter verarbeitet. 

Es kann jedoch vorkommen, dass der Darm nicht alle Lebensmittel verdauen kann. Im Dickdarm landen schließlich die Abfallprodukte, die der Körper nicht verwenden kann.

Dort bilden sie schließlich durch Schwefel und Ammoniak stinkende Gase – die irgendwann entweichen müssen.

Wer das Pupsen allerdings häufig unterdrückt, bekommt es häufig mit Bauchkrämpfen zu tun.
 

Diese Lebensmittel fördern die Gasproduktion

Die Ernährung entscheidet darüber, wie häufig und geruchsintensiv man pupsen muss. In einer Studie der Monash University of Melbourne in Australien haben Forscherinnen und Forscher herausgefunden, dass Cysteine der Grund für den unangenehmen Geruch beim Pupsen sind.

Diese ist vor allem in stärkehaltigen Lebensmitteln, Fleisch, Eiern und Milchprodukten enthalten. Doch auch Fruchtzucker und , Bohnen, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kaffee, Alkohol, , Kohl und frisches Brot wirken sich auf die Gasbildung im Darm aus.

Wer auf Zucker verzichtet und stattdessen Xylit oder Sorbit als Süßungsmittel verwendet, sei gewarnt: Der Darm kann maximal 40 Gramm davon abbauen, der Rest verwandelt sich in stinkende Gase.

Auch zu schnelles Essen kann Blähungen verursachen, da oftmals unbemerkt Luft mit verschluckt wird. Schwangere können außerdem häufig aufgrund von Hormonschwankungen an Blähungen leiden.
 

Blähungen: Wann ist es zu viel?

Wer sich jetzt Sorgen macht, zu häufig zu pupsen, kann aufatmen: Zehn bis 20 Mal pro Tag zu pupsen, ist durchaus normal – und auch gesund.

Tritt es allerdings häufiger auf und ist der Geruch in Kombination mit Bauchschmerzen extrem penetrant, solltest du in jedem Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

So kannst du nicht nur auf eine Lebensmittelunverträglichkeit oder -intoleranz getestet werden, dank anderer Diagnostikverfahren, kann auch herausgefunden werden, ob eine Erkrankung des Darms vorliegt.

Bildergalerie: Die besten Lebensmittel für eine gesunde Darmflora

Das hilft gegen Blähungen

Wer Blähungen vermeiden oder mindern will, sollte vor allem auf eine ausreichende Bewegung achten. Stichwort: Verdauungsspaziergang.

Es können aber auch feucht-warme Umschläge am Bauch oder eine Wärmflasche den Darm entspannen und so gegen das Blähgefühl helfen. Gesund und hilfreich ist zudem ein Glas heißes Wasser mit zwei Teelöffeln Apfelessig.

Letzteres bekämpft Fäulnisbakterien im Darm und regt die Magensaftproduktion an, die die Verdauung unterstützt. , Anis, und Minze können in Form von frisch aufgegossenem Tee ebenfalls die Darmfunktion unterstützen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Zur Abklärung eines gesundheitlichen Problems empfehlen wir den Besuch bei ausgebildeten und anerkannten Ärztinnen und Ärzten.

Quelle

  • Yao, C. K., et al. (2018): Modulation of colonic hydrogen sulfide production by diet and mesalazine utilizing a novel gas-profiling technology. Gut Microbes, 9(6), 510-522, abgerufen am 10.03.2021: https://doi.org/10.1080/19490976.2018.1451280

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Das Original zu diesem Beitrag „Gesund oder gefährlich?: So häufig solltest du pro Tag maximal pupsen“ stammt von FitForFun.

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