Äquivalenzdosen für Tamsulosin und Co.

Ist ein Wirkstoff komplett lieferunfähig, ist es gut, wenn ein anderer Wirkstoff verfügbar ist. Seit der Coronakrise dürfen Apotheker durch die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungs-Verordnung nach ärztlicher Rücksprache „aut simile“ auf andere Wirkstoffe wechseln. Die AMK unterstützt hierbei mit Äquivalenzdosistabellen. Ihr jüngstes Werk widmet sich den Alpha-Adrenozeptor-Antagnosten bei benigner Prostatahyperplasie: Alfuzosin, Doxazosin, Silodosin, Tamsulosin und Terazosin. 

Seit Beginn der Coronakrise wird allgemein befürchtet, dass sich die Liefersituation mancher Wirkstoffe zusätzlich verschärft. Der Gesetzgeber hat dies in der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungs-Verordnung (SARS-CoV-2-AMVersVO) bedacht. Diese gestattet Apotheken, im Fall der Nichtverfügbarkeit eines verordneten Arzneimittels nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt ein pharmakologisch-therapeutisch vergleichbares Arzneimittel abzugeben (Aut-simile-Substitution).

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Hier zeigt sich die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) in letzter Zeit besonders engagiert. Sie gibt mit Äquivalenzdosistabellen für wichtige Wirkstoffgruppen Apothekern (und Ärzten) eine konkrete Hilfe an die Hand, die den Austausch bei nicht lieferbaren Arzneistoffen erleichtern sollen. Für zahlreiche Wirkstoffgruppen hat die AMK bereits Vergleichstabellen erstellt, nun gibt es auch eine Hilfe beim Austausch der Alpha-Adrenozeptorantagonisten, die bei benigner Prostatahyperplasie eingesetzt werden: Alfuzosin, Doxazosin, Silodosin, Tamsulosin und Terazosin.

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