Ärzte werben für Corona-Impfung – auch mit AstraZeneca

Die Ärzteschaft stellt sich hinter die Schutzimpfung gegen COVID-19 – unabhängig davon, welche der zugelassenen Vakzinen dabei zum Einsatz kommen soll. In der aktuellen Situation gehe es darum, mit den verfügbaren Impfstoffdosen möglichst viel gesundheitlichen Schaden durch die COVID-19-Pandemie abzuwenden. Dazu trage ausdrücklich jeder Impfstoff bei, für den Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit belegt sind, schreiben die Ärtz:innen in einer aktuellen Pressemitteilung.

Der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca steht unter besonderer Beobachtung. Nicht nur die im Vergleich zu den anderen in Europa zugelassenen COVID-19-Schutzimpfungen von Biontech/Pfizer und Moderna geringere Wirksamkeit sorgt für Skepsis unter den Impfwilligen: Hinzu kommen Zweifel an der Wirksamkeit bei Menschen ab einem Alter von 65 Jahren sowie Berichte über vermehrte Impfreaktionen. Inzwischen soll bereits manch ein:e Impfkandidat:in die Vakzine abgelehnt haben.

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Nun meldet sich diesbezüglich die Ärzteschaft zu Wort: Deren Verbände und Organisationen werben in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag für die Impfung gegen COVID-19 – egal mit welcher der zugelassenen Vakzine. Neben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer unterstützen den Aufruf auch der Marburger Bund, der Hartmannbund, der Virchowbund, die Deutsche Gesellschaft für Virologie und die Organisationen der Notfallmediziner.

Ärzteschaft unterstützt Impfstrategie

Die in der Impfverordnung vorgesehene Priorisierung habe das Ziel, möglichst rasch diejenigen vor schwerer COVID-19-Erkrankung zu schützen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer beruflichen Tätigkeit in der Altenpflege und in Krankenhäusern besonders gefährdet sind. „Wir unterstützen diese Strategie, weil dadurch die hohe Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle schneller gesenkt werden kann und gleichzeitig medizinischem und pflegerischem Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten frühzeitig eine Impfung gegen SARS-CoV-2 ermöglicht werden kann“, schreiben die Verbände und Organisationen.

In der aktuellen Mangelsituation geht es den Ärzt:innen zufolge darum, mit den verfügbaren Impfstoffdosen möglichst viel gesundheitlichen Schaden durch die COVID-19-Pandemie abzuwenden, Erkrankungen zu vermeiden und Übertragungen von SARS-CoV-2 zu vermindern, soweit die verfügbaren Impfstoffe eine Unterbrechung oder Reduktion von Transmissionen wirksam leisten können. „Für jeden COVID-19-Impfstoff, für den eine Zulassung erteilt wird, müssen Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in klinischen Prüfungen nachgewiesen und ein günstiges Nutzen/Risiko-Profil bescheinigt werden“, betonen die Verbände und Organisationen. „Die derzeit in Deutschland verfügbaren Impfstoffe von AstraZeneca, Biontech/Pfizer und Moderna haben diese Prüfung durchlaufen und werden für die bislang in Deutschland dominierenden Virusvarianten als geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen. Sie helfen, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.“

Prioritär Impfberechtigte sollten Chance ergreifen

Die Verbände und Organisationen machen sich deshalb mit Nachdruck dafür stark, dass alle prioritär impfberechtigten Beschäftigten in der ambulanten und stationären Versorgung jetzt die Chance der Impfung gegen SARS-CoV-2 ergreifen. „Jede Impfung ist auch ein Beitrag zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, das gerade in den vergangenen Wochen durch COVID-19 besonders belastet war“, schreiben sie. „Angesichts der Zunahme von Virusmutanten auch in Deutschland drängt die Zeit, sodass alle Impfstoffe, die die Prüfung durch die europäische Zulassungsbehörde bestanden haben, zügig entsprechend der vorliegenden Priorisierung verimpft werden sollten.“

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