Berliner Journalist berichtet über Erkrankung und wird wegen Corona-Leugnern emotional

Corona hat ihn schwer gebeutelt: Der „Tagesspiegel“-Journalist Joachim Huber lag nach einer Infektion fünf Wochen im Koma. Nun berichtet er über seine schwere Erkrankung.

Joachim Huber, Ressortleiter Medien beim Berliner „Tagesspiegel“, hatte sich im März mit Corona infiziert. Der Journalist hatte eine Lungenembolie, Nierenversagen und einen Herzinfarkt, lag fünf Wochen im Koma.

In einem Interview mit dem Sender „radioeins“ berichtet er nun über seine schwere Erkrankung. Er habe damals einen Test gemacht, der aber keine klare Aussage über eine Infektion ergeben habe. Doch er habe beim Treppensteigen Atemnot bekommen und deshalb einen Arzt gerufen. Im Krankenhaus sei er sofort ins Koma versetzt worden. Über die Tage nach dem Erwachen aus dem Koma sagt Huber: „Ich war der vollverkabelte Mensch. Um mich herum piepste es ständig.“

Empörung über Corona-Leugner

Nach einigen Wochen sei er mehrfach verlegt worden. Dabei habe er sich langsam erholt. Gegenüber März ginge es ihm besser, er sei aber noch in der Reha. Er habe an Muskelkraft und Kondition verloren. „Alles weist daraufhin, dass ich ins Leben zurückkehren und meinen Beruf weiter ausüben kann“, sagt Huber.

Rückblickend sagt er: „Corona war für mich etwas, was im fernen China spielt und nicht nach Deutschland überspringen wird und schon gar nicht auf Joachim Huber.“  Aufgrund seiner Erfahrung mit dem Virus reagiere er mit „Empörung und Unverständnis“ auf Corona-Leugner. „Mir ist nicht ganz klar, warum man auf Demos nach Liebe und Freiheit schreit und das bedeutet, das man andere anstecken kann oder sich anstecken lassen will. Das ist ein Freiheitsverständnis und ein Umgang mit der Krankheit, der bei mir wirklich auf tiefste Empörung stößt.“

„Fridays“-Aussteiger beklagt: „Haben ihre privilegierte Blase nie verlassen“

FOCUS Online/Wochit „Fridays“-Aussteiger beklagt: „Haben ihre privilegierte Blase nie verlassen“  

Quelle: Den ganzen Artikel lesen