Biontech liefert fertige Sticker für die Impf-Dokumentation

Ab der kommenden Woche liefert der Comirnaty-Hersteller Biontech fertige Sticker für die Chargendokumentation im Impfpass mit seinem COVID-19-Impfstoff aus. Auch AstraZeneca kündigt an, solche Aufkleber bereitzustellen. Die Apotheken müssen die Bögen dann entsprechend der zu beliefernden Praxen aufteilen, informiert der DAV.

Seit Ende März hält die Bestellung und Auslieferung der COVID-19-Impfstoffe die Apotheken in Deutschland auf Trab. Es stellen sich viele praktische Fragen: Wer darf bestellen? Wie muss das Rezept bedruckt sein? Wie genau erfolgt die Aufteilung der beiden aktuell für die Praxen zu beziehenden Impfstoffe Comirnaty® und Vaxzevria®? Hinzu kommen offenbar zahlreiche Anfragen aus den Praxen, die es zu bearbeiten gilt. Zumindest ein Problem dürfte sich aber nun erledigt haben: die Impfdokumentation. Ab der kommenden Woche erhalten Apotheken wohl fertige Impfetiketten mit den Lieferungen vom Großhandel, die sie an die Ärzt:innen weiterreichen sollen.

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„Entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung hat die Firma Biontech kurzfristig angekündigt, bereits mit der Auslieferung von Comirnaty® in der nächsten Woche (KW 16) die Aufkleber für die Chargendokumentation für den Impfpass und den Arzt über den pharmazeutischen Großhandel und damit die Apotheken auszuliefern“, informiert der Deutsche Apothekerverband jetzt in einem Rundschreiben. Es handelt sich demnach um Bögen mit jeweils 18 Aufklebern mit Aufdruck der entsprechenden Charge, die jeweils einem Vial Impfstoff zugeordnet werden. Die Etiketten können somit einfach in das Impfbuch des zu Impfenden geklebt werden.

Biontech hatte in den ersten zwei Wochen, in denen niedergelassene Ärzt:innen sich an der Impfkampagne beteiligten, vorgefertigte Aufkleber bereitgestellt, die in den Praxen noch mit der jeweiligen Chargennummer des Impfstoffes bedruckt werden mussten, erinnert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihren Praxisnachrichten vom heutigen Freitag. Dies entfalle künftig.  

Übereinstimmend berichten KBV und DAV, dass auch AstraZeneca angekündigt hat, mit der Impfstofflieferung in der kommenden Woche solche Etiketten bereitzustellen. „Die Aufkleber für die entsprechende Chargendokumentation des COVID-19- Impfstoffs von AstraZeneca sind ‒ wie z. B. bei den Grippeimpfstoffen ‒ in der Originalpackung enthalten“, so der DAV. Da davon auszugehen sei, dass in der Kalenderwoche 16 nur einzelne Vials, also keine Originalpackungen mit zehn Vials zu je zehn Dosen, an die Apotheken und damit die Ärzte ausgeliefert werden, konfektioniere der pharmazeutische Großhandel die Aufkleber entsprechend der Zahl der an die Apotheken auszuliefernden Vials vor. „Die Apotheke muss diese entsprechend den zu beliefernden Arztpraxen aufteilen“, heißt es weiter. Pro Dosis sind demnach zwei Aufkleber vorgesehen, es gibt folglich keine Sicherheitsreserve. „Im Zweifel muss daher der Arzt die Chargendokumentation selbst vornehmen“, betont der DAV.

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