Bühler-Petition: Knapp über 6.000 Mitzeichner

In etwas mehr als zwei Wochen, am 14. August 2019, endet dieMitzeichnungsfrist für die Petition des Pharmaziestudenten Benedikt Bühler, inder ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimittelngefordert wird. Bis zum notwendigen Quorum von 50.000 fehlen allerdings noch soeinige Unterstützer – aktuell sind es erst knapp über 6.150. Und das obwohl es zahlreicheAufrufe zur Unterstützung gab. 

Die Noweda hat es getan, ebenso Hessens KammerpräsidentinUrsula Funke mit ihrem gesamten Kammervorstand sowie der Verband in Hessen, die Apothekengewerkschaft Adexa undzahlreiche Apotheker in den sozialen Netzwerken, Kommentaren und Leserbriefen –sie alle haben unter anderem öffentlich dazu aufgerufen, die Petition des PharmaziestudentenBenedikt Bühler zu unterstützen. So schreibt beispielweise Apothekerin SiglindeLindauer, Inhaberin der Detharding- Apotheke in Warnemünde in ihrem Leserbriefan die DAZ: „Nach den ewig langen, quälenden Diskussionen zum Versandverbotsind viele Kollege offensichtlich so frustriert, dass sie jetzt einfach ihreRuhe haben wollen und die Gefahren verdrängen. Das darf nicht sein. Geben Siesich einen Ruck. Engagieren Sie sich für die Petition gegen Versandhandel vonBenedikt Bühler. Ich appelliere an Ihr Gewissen, nicht das Letzte versucht zuhaben, den Gesetzgeber umzustimmen. Es kann und darf nicht sein, dass wir dienotwendige Zahl von 50.000 Unterschriften bis zum 14.8.2019 nicht erreichen.[…] Die Petition läuft schon auf Halbzeit und doch sind es erst knappe 6.000Unterschriften – unfassbar bei fast 20.000 Apotheken. 150.000 Arbeitsplätzezählt man in Deutschlands Apotheken, aber wo sind die Unterzeichner, dieAkteure für unsere berufliche Zukunft? […] Wenn jede Apotheke nur 20Unterschriften sammelt, kämen wir auf 400.0000.“ 

Ähnliche Appelle findet man bei Facebook. 

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Auch Apotheker Christian Redmann, dessen Petition für einEx-Versandverbot bei Open-Petition lief und leider trotz erreichtem Quorum(61.194 Unterstützern) vor dem Petitionsausschuss nicht besprochen wurde, riefdie Mitzeichner seiner Petition auf, die Petition des jungen Kollegen zu unterstützen. Der „Focus“ von vergangener Woche griff das Thema in einer kleinen Notiz auf.Zudem erscheint in der nächsten Ausgabe der Apotheken-Kundenzeitschrift „mylife“, die ab 1. August in den Apotheken liegt, ein Bericht zur Petition.

Und Unterstützer braucht es noch so einige. Denn bislang haben erst 6.195 Personen (Stand: 29. Juli 14:40) online mitgezeichnet. Zwar dürften da noch eine Reihe von „echten“ Unterschriften dazukommen – schließlich sammeln viele Apotheken vor Ort, bis Samstag, den 3. August 2019, sollen die Mitzeichnungsbögen (Sie finden sie zum Download am Ende des Textes) an die entsprechenden Großhandlungen beziehungsweise Bühler mit Rücksendeschein zurückgegeben werden. Aber bis 50.000 ist doch noch ein weiter Weg. (Übrigens: Auch nach dem 03. August 2019 können weiter Unterschriften gesammelt werden. Diese müssen Bühler zufolge dann bis zum 13. August 2019 direkt an den Petitionsausschuss gefaxt werden. Faxnummer: 030-27736053.)

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