Die Corona-News des Tages

Lesen Sie heute im Corona-Ticker: Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen / Corona-Impfung für Apothekenmitarbeitende in Niedersachsen ab 31. Mai / Umfrage: Fast drei Viertel wollen sich impfen lassen / Impfpriorisierung in Thüringen soll aufgehoben werden

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. 

Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

10:31 Uhr

Impfpriorisierung in Thüringen soll aufgehoben werden

Berlin (dpa) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Aufhebung der Impfpriorisierung in seinem Bundesland angekündigt. „In dem Moment, wo in den Hausarztpraxen ausreichend Impfmaterial da ist, kann der Hausarzt das entscheiden“, sagte der Linken-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Schon jetzt gebe es Hausärzte, die in der Entscheidung freier sind. Die Impfpriorität der Ständigen Impfkommission diene aber als Orientierung.

„In Impfzentren, die wir auch dauerhaft aufrechterhalten für die nächsten Monate, wird entlang der Impfpriorisierung weitergeimpft, bis genügend Impfstoff da ist“, sagte Ramelow weiter. Außerdem würden auch die Impfungen in Betrieben vorbereitet. Zuvor hatten mehrere Bundesländer angekündigt, die Priorisierung bei Corona-Impfungen in Arztpraxen aufzuheben.

10:24 Uhr

Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen

Berlin (dpa) – Die Chefin des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele, komme dadurch möglicherweise früher zum Zug als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken, sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. „Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.“ Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: „Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen.“

9:26 Uhr

Corona-Impfung für Apothekenmitarbeitende in Niedersachsen ab 31. Mai

Hannover (dpa/lni) – In Niedersachsen dürfen sich seit Montag das Personal im Lebensmitteleinzelhandel und weitere Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe drei gegen das Coronavirus impfen lassen. Dazu zählen auch bestimmte Mitarbeiter von Polizei, Justiz, Verwaltungen und Katastrophenschutz, wie das Gesundheitsministerium in Hannover bestätigte.

Die sehr große Priorisierungsgruppe drei wird stufenweise zur Impfung zugelassen. Schon seit dem 10. Mai können sich Menschen im Alter von über 60 Jahren oder mit bestimmten Vorerkrankungen Impftermine geben lassen. Eine dritte Gruppe von Mitarbeitern der sogenannten kritischen Infrastruktur soll am 31. Mai folgen. Das reicht von Apotheken bis zu Wasserversorgung.

Durch die Neuanmeldungen werde die Warteliste von Impfwilligen in Niedersachsen zunächst wieder wachsen, hieß es im Ministerium. Schon vergangene Woche standen etwa 590.000 Namen auf der Liste. Zugleich stehen in den kommenden Wochen viele Zweitimpfungen an, so dass es weniger Termine für Erstimpfungen gibt.

9:06 Uhr

Umfrage: Fast drei Viertel wollen sich impfen lassen

Berlin (dpa) – Seit dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre wollen sich nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nun gegen das Coronavirus immunisieren lassen. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen. Weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Zusammen sind das 74 Prozent.

Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. 19 Prozent lehnten die Immunisierung damals ab, jetzt sind es nur noch 15 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist seit Ende Dezember von 16 auf 11 Prozent gesunken.

Die Bundesregierung wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen in Deutschland immunisieren lassen. Damit soll eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden, die auch diejenigen vor Ansteckung schützt, die nicht geimpft sind. Nach unterschiedlichen Einschätzungen von Forschern ist dafür eine Impfquote zwischen 60 und 80 Prozent notwendig.

Nach offiziellen Angaben haben bis zum Samstag 30,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das sind 36,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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