Die „Spritze“ gegen Migräne
Yoga, Bewegung an der frischen Luft, einen regelmäßigenSchlaf- und Essrhythmus – und wenn das nicht hilft, dann Analgetika oder Triptane.Stiftung Warentest informiert über Migräne und Behandlungsmöglichkeiten und hatauch das Novum parat, den ersten Antikörper zur Migräne-Prophylaxe – Erenumab inAimovig®

„Migräne ist ein Biest“ – findet Stiftung Warentest. Das „Schöne“bei dem Biest ist jedoch, dass man dieses mit einer gewissen Stress-Hygiene,Analgetika und Antiemetika und Triptanen meist gut besiegen kann – oder zumindestfür eine gewisse Zeit zähmen.

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Doch wie das nun mal häufig ist – manche Patienten fallen leider durch diese therapeutischen Maschen, und trotz Yoga, Joggen, einem regelmäßigen Schlafrhythmus, NSAR und Triptanen quälen die Migräniker weiter die meist pulssynchron-einseitigen Kopfschmerzen, teils mit starker Übelkeit.

Warentest vergisst Galcanezumab

10 bis 15 Prozent der Bundesbürger leiden an Migräne – darunter werden sich auch einige treue Leser von Stiftung Warentest tummeln, bei einer monatlichen Auflage von knapp 400.000 Zeitschriften (Stand 2017, eigene Angabe Stiftung Warentest). Grund für die Verbraucherorganisation Migräne für seine Leser aufzubereiten. Die Tipps reichen von Verhaltensregeln über Arzneimittel der akuten Attacke bis hin zur Prophylaxe. Dabei beschäftigt sich Stiftung Warentest auch mit dem neuesten Migränetherapeutikum, der „Spritze gegen Migräne“. Die Verbraucherschützer meinen hier Erenumab in Aimovig®.

Allerdings ist Erenumab mittlerweile nicht mehr allein auf weiter Flur, denn auch Galcanezumab (Emgality®) hat die Zulassungsanforderungen der EMA bereits gemeistert und auch die europäische Kommission überzeugt. Emgality® ist Warentest allerdings wohl durchgerutscht. Wobei Lilly Emgality bislang auch noch nicht auf dem Markt hat.

Migräne-Antikörper: Zulassungen und Pipeline

Die Pipeline mit Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide GRP oder dessen Rezeptor ist neben dem in der EU bereits zugelassenen Erenumab Aimovig® mit Fremanzumab, Galcenezumab und Eptinezumab reich gefüllt. 
Die erste Zulassung für Europa erteilte die Europäische Arzneimittelagentur EMA im Juli 2018 Erenumab, seit November hat Novartis  Aimovig® auf dem Markt. Tevas Zulassungsantrag für Fremanzumab hat die EMA ebenfalls bereits akzeptiert und für Galcanezumab hat der europäische Humanarzneimittelausschuss (CHMP) seine Zulassungsempfehlung im September 2018 ausgesprochen. Auch Galcanezumab in Emgality ist mittlerweile zugelassen. Es bleibt also abzuwarten, wann auch Fremanezumab den Anforderungen der EU-Zulassungsbehörde genügt.

In den USA sind derzeit die drei Antikörper Erenumab, Fremanezumab (AjovyTM) und Galcenezumab (EmgalitiyTM)zugelassen. Auch hier machte Novartis mit Erenumab im Mai 2018 das Rennen bei der Zulassung, im September folgten dann Vremanezumab und Galcanezumab.

Bei Eptinezumab läuft derzeit noch die Phase-III-Studie, die Zulassung ist weder in den USA noch in Europa beantragt.

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