Ernährung: Die fünf No-Go’s zum Frühstück – Heilpraxis

Ernährungsexperten sind sich einig: Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Im besten Fall liefert es nötige Vitamine, Mineralien und Fette, um den Tag energiegeladen zu starten. Frühstücken kurbelt zudem den Stoffwechsel an und kann dazu beitragen, Übergewicht zu vermeiden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich das Frühstück aus gesunden Lebensmitteln zusammensetzt. Wer jedoch “falsch frühstückt”, könne genau das Gegenteil bewirken, sagt die Ernährungsexpertin Kate Patton von Cleveland Clinic.

Kate Patton ist registrierte Ernährungsberaterin an der renommierten Cleveland Clinic in den USA. In einem aktuellen Beitrag der Klinik klärt die Expertin über die ungesündesten, aber teilweise weit verbreiteten Lebensmittel auf, die man zum Frühstück essen kann. Diese können den Stoffwechsel durcheinanderbringen und so Krankheiten und Gewichtszunahmen fördern.

Donut und ähnliches Gebäck

Donuts oder ähnliches zuckerreiches Gebäck haben bis zu 550 Kalorien pro Stück. Sie sind regelrechte Zuckerbomben. Ein einziger Donut kann bis zu 30 Gramm Zucker enthalten. Patton gibt zu bedenken, dass bei solch einer riesigen Menge Zucker in einer solch kleinen Portion Unmengen von Insulin im Körper ausgeschüttet werden. Dies lässt den Blutzucker rapide in die Höhe schnellen und kann im weiteren Tagesverlauf zu einem schnellen Abfall des Zuckerspiegels führen.

Dieses extreme Auf und Ab macht kurz nach dem Frühstück erneut hungrig. Die Folge: Heißhunger auf Kohlenhydrate, der oft mit weiteren ungesunden Snacks gestillt wird. „Es ist ein Teufelskreis ungesunder Ernährung, der mit dem ersten Donut beginnt“, warnt Patton.

Würstchen im Teigmantel

Das aus England bekannte Frühstück mit Würstchen und Speck ist hierzulande nicht so weit verbreitet. Aber in diversen Fastfood-Läden oder auch beim Bäcker und im Supermarkt findet man oft das im Teig eingebackene Würstchen. Die Ernährungsberaterin rät von dieser Art des Snacks ab, vor allem als Frühstücksoption.

Die Kombination aus Wurst und Gebäck ist eine explosive Mischung aus gesättigten Fetten, Nitraten und Nitriten. Das Natrium in der Wurst lässt den Blutdruck in die Höhe schnellen, wodurch sich das Risiko eines Schlaganfalls erhöht. Langfristig werden Nitrate und Nitrite in der Wurst mit der Entstehung von bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht.

Kaffeeweißer als Milchersatz

Kaffeeweißer wird gerne als Ersatz für Milch oder Sahne im Kaffee verwendet. Oft entpuppt sich dies als wesentlich ungesündere Alternative. Die Ersatzprodukte enthalten in der Regel Transfette (gehärtete Fette) sowie Zucker oder Süßungsmittel. Transfette gelten schon in kleinen Mengen als gesundheitsschädlich. Sie treiben das schlechte LDL-Cholesterin in die Höhe, wodurch sich das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Kate Patton beruft sich auf Untersuchungen, die gezeigt haben, dass allein die Senkung des Transfettkonsums dazu beitragen könnte, mehr als 10.000 Todesfälle pro Jahr zu verhindern. Als bessere Alternative, um den Kaffee aufzupeppen, empfiehlt die Ernährungsberaterin Mandelmilch, fettarme Milch oder Vanilleextrakt.

Gezuckerte Frühstücksflocken

Ähnlich wie Donuts können sogenannte Frühstückscerealien Unmengen von Zucker beinhalten. Diese Produkte sind vor allem bei Kindern beliebt. Ein Frühstück mit solchen gezuckerten Flocken liefert dem Körper jede Menge leere Kalorien – also Kalorien, ohne wertvolle Inhaltsstoffe mit denen der Körper kaum was anfangen kann.

Belegte Bagel

Belegte Bagels mit Frischkäse oder Butter können wie eine gesunde Frühstücksoption wirken. Doch Bagels allein sind oft regelrechte Kalorienbomben und können bis zu 500 Kalorien enthalten. In Kombination mit Butter oder Frischkäse nimmt man große Mengen an gesättigten Fetten und raffinierten Kohlenhydraten zu sich. Diese Inhaltsstoffe werden mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Patton´s Tipp: Wenn schon Bagel, wählen Sie einen 100 prozentigen Vollkorn-Bagel. (sb, vb)

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