Ernährung: Mit der MIND-Diät das Gedächtnis verbessern und Alzheimer vorbeugen – Heilpraxis

Kognitive Vorteile durch die richtige Ernährung

Die Auswirkungen der Ernährung auf die kognitive Gesundheit werden oftmals unterschätzt. Welche Lebensmittel zur Verbesserung der Gehirnfunktionen beitragen können und welche eher schädlich sind, erläutert der Dr. Roxanne B. Sukol in einem aktuellen Beitrag der Cleveland Clinic (USA).

Mit der richtigen Ernährung lässt sich die Gedächtnisleistung deutlich verbessern und das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung um bis zu einem Drittel senken, berichtet die Cleveland Clinic. Die MIND-Diät (Mediterranean-DASH Diet Intervention for Neurodegenerative Delay) kombiniere hierfür Teile der mediterranen Ernährung und der sogenannten DASH-Diät (spezielle Diät gegen Bluthochdruck).

Die MIND-Diät setzt auf Nahrungsmittel mit bekanntem Nutzen für das Gehirn und meidet Elemente, die ein frühzeitiges Altern fördern, erläutert Dr. Sukol und nennt einige Nahrungsmittel mit besonders großen kognitiven Vorteilen sowie einige mit besonders schädlicher Wirkung.

Fisch besonders vorteilhaft

Fisch enthält Omega-3-Fettsäuren, die eine gute Gehirnfunktion unterstützen. „Fische fressen Phytoplankton, das reich an Nährstoffen ist, die Entzündungen im gesamten Gehirn und Körper reduzieren“, so Dr. Sukol.

Eier für das Gehirn?

Das Cholin im Eigelb enthält ein B-Vitamin, das zu einer gesunden Gehirnfunktion beiträgt, erläutert die Expertin. Auch das Geflügelfleisch könne als gute Proteinquelle zu Stärkung der Hirnfunktion beitragen, wobei hier laut Dr. Sukol ein wesentlicher Unterschied zum sogenannten roten Fleisch besteht.

Rotes Fleisch meiden

Rotes Fleisch (Rind- und Schweinefleisch) ist laut Aussage der Expertin gemäß der MIND-Diät zu den besonders schädlichen Lebensmitteln zu zählen. So haben Studien gezeigt, „dass rotes Fleisch Entzündungen verstärkt, die das Gedächtnis im Alter beeinträchtigen können“, betont Dr. Sukol.

Wie ist es mit Butter und Margarine?

Zwar sind „kleine Mengen hochwertiger Butter gelegentlich in Ordnung, aber ich meide Margarine und Produkte, die mit Soja-, Mais- oder Baumwollsamenölen hergestellt werden, da sie alle einen himmelhohen Gehalt an pro-inflammatorischen Omega-6-Fettsäuren aufweisen“, so die Expertin weiter. Durch die Omega-6-Fettsäuren werden Entzündungen im ganzen Körper gefördert – auch im Gehirn.

Auf Gebäck und Süßigkeiten verzichten

„Die meisten im Laden gekauften Leckereien bestehen aus Kohlenhydraten und ultraverarbeiteten Fetten, die den Blutzucker in die Höhe treiben, Ihr Insulin verschwenden und Ihr Demenzrisiko erhöhen“, betont Dr. Sukol. Zu Hause mit Vollkornmehl, Zartbitterschokolade, Obst und Hafer zu backen, bleibe jedoch eine Aktivität, die sie von ganzem Herzen unterstütze. Aber dabei gehe es um das Genießen und nicht ums Ernähren.

Frittiertes und Fastfood ebenfalls kritisch

Die meisten dieser Produkte sind reich an Kohlenhydraten und entzündungsfördernden Fetten, warnt die Expertin. Schon durch Bezeichnungen wie „Fast Food“ oder „Junk Food“ werde die geringe Qualität deutlich. Wenn man es qualifizieren müsste, wäre es normalerweise kein Essen, so Dr. Sukol.

Insgesamt beruht die MIND-Diät auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und sie kann eine hilfreiche Richtlinien für eine gesunde Ernährung bieten, resümiert die Expertin. Dabei habe sie auch Vorteile für das Gehirn, wenn sie nicht 100 Prozent genau befolgt wird. (fp)

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