Kammer Rheinland-Pfalz verschiebt Wahlen

Bei der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr noch eine neue Vertreterversammlung gewählt. Angesichts der Hochwasserkatastrophe, von der das Bundesland besonders schwer betroffen ist, werden nun der Wahltag und der Termin, bis zu dem die Bereitschaft zur Kandidatur erklärt werden muss, jeweils um eine Woche verschoben.

Nach aktuellem Kenntnisstand der dortigen Apothekerkammer sind in Rheinland-Pfalz  mindestens 21 Apotheken von der verheerenden Flutkatastrophe betroffen – zum Teil existenziell. Am gestrigen Dienstag hatte sich der Präsident Peter Stahl in einem Brief an die Mitglieder gewandt. Er drückte darin sein Mitgefühl gegenüber allen Betroffenen aus und erläuterte das weitere Vorgehen der Kammer.

Dem Schreiben zufolge geht man dabei nach einem Stufenplan vor, der stets den aktuellen Entwicklungen angepasst werden soll. Mit oberster Priorität kümmert sich die Kammer darum, die Arzneimittelversorgung der Menschen in den Katastrophengebieten durch die betriebsbereiten Vor-Ort-Apotheken aufrechterhalten zu können. Später will sie dann die von der Katastrophe betroffenen Apotheken zum einen mit den für die Schadensregulierung zuständigen Ansprechpartnern, zum anderen aber auch mit den Lokalpolitikern sowie dem zuständigen Ministerium zusammenbringen, um eine zügige Sanierung beziehungsweise einen zügigen Wiederaufbau der beschädigten Apotheken anzustoßen. Außerdem sollen Spenden von Einrichtungs- und Laborgegenständen vermittelt werden.

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Zudem wird die Kammerwahl verschoben. Das teilt die Kammer am heutigen Mittwoch mit. „Das Ausmaß der Schäden, ideell wie materiell, können wir nur ansatzweise ermessen. Unser Mitgefühl gilt den Toten, Verletzten und ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die durch diese Katastrophe Kummer und Leid erfahren haben“, ist in dem Schreiben der Kammer zu lesen, das der Redaktion vorliegt. Weiter heißt es, dass angesichts des Ausmaßes der Katastrophe der Vorstand in Abstimmung mit dem Wahlleiter beschlossen habe, den Ablauf der anstehenden Wahl zur Vertreterversammlung anzupassen.

Eine Woche später

Konkret heißt das, dass der Wahltag für die Wahl der kommenden Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz von Montag, den 6. September 2021, um eine Woche auf Montag, den 13. September 2021, verschoben wird. Somit endet auch die Frist zur Abgabe der Bereitschaftserklärung zu kandidieren später: Sie läuft nicht mehr am Freitag, den 23. Juli 2021, ab, sondern erst am Freitag, den 30. Juli 2021, um 24:00 Uhr. Die Kammer bittet die Mitglieder aus allen Wahlkreisen gleichermaßen „sehr herzlich“ , ihre Bereitschaftserklärung für eine Kandidatur bis zu diesem Datum bei der Geschäftsstelle einzureichen, soweit das nicht bereits geschehen ist.

Der Kammervorstand hofft, auf diesem Wege möglichst vielen von der Flutkatastrophe betroffenen Kammermitgliedern ihre Teilnahme an den Kammerwahlen zu ermöglichen.

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