RKI meldet mehr als 20.000 Neuinfektionen – Merkel will Infektionsschutzgesetz ändern

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: NRW-Ministerpräsident Laschet fordert einen „Brücken-Lockdown“ im Kampf gegen die dritte Welle,  auch die Kanzlerin spricht sich für einen kurzen, einheitlichen Lockdown aus. Tübingen setzt sein Testmodell trotz Inzidenz nahe der 100 fort. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 8. April

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

RKI registriert 20.407 Corona-Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle

Donnerstag, 08. April, 06.05 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich rund um die Osterfeiertage weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten an das RKI übermittelten.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24 300 Neuinfektionen und 201 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 105,7. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,1 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.930.852 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 631 400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.707.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Eine Absenkung des R-Werts könne auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängen, schreibt das RKI. "Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden."

Auch nach Tausenden Toten schließt Brasilien einen Lockdown aus

21.49 Uhr: Auch auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie in Brasilien schließt Präsident Jair Bolsonaro harte Ausgangsbeschränkungen in dem südamerikanischen Land weiter aus. "Wir werden nach Alternativen suchen. Wir werden die Politik des Zuhausebleibens, des Abriegelns, des Lockdowns nicht hinnehmen", sagte der Staatschef am Mittwoch einem Bericht des Nachrichtenportals G1 zufolge bei einem Besuch im Süden des Landes. Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und stemmt sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen seit Beginn der Pandemie gegen einen landesweiten Lockdown. picture-alliance/AP/E. Peres Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro trägt ungern Maske

Brasilien ist ein Brennpunkt in der Corona-Pandemie: Am Dienstag hatten die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 4000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 an einem Tag registriert. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas mehr als 13 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 337.000 Menschen sind gestorben. Zuletzt hatten Wissenschaftler zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.

Bundesweit einheitliche Maßnahmen: Merkel will offenbar das Infektionsschutzgesetz ändern

21.16 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einem Bericht zufolge eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes an. Ziel sei es, die Corona-Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen, berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sollen Landkreise bei erhöhten Inzidenz- und R-Werten sowie unter Berücksichtigung anderer Faktoren dazu verpflichtet werden, ihre Maßnahmen zu verschärfen. Michael Kappeler/dpa/Archivbild Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht im Bundestag.

Laut "Bild" planen Unions-Abgeordnete mit Unterstützung der Fraktionsspitze bereits eine Initiative, um es auch der Bundesregierung zu ermöglichen, Corona-Maßnahmen per Rechtsverordnung zu erlassen. Somit wäre neben den Landesregierungen auch die Bundesregierung ermächtigt, Corona-Beschränkungen zu verhängen.

Einer der Initiatoren des Vorstoßes, CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen, sagte zu "Bild": "Es geht nicht darum, die Länder zu schwächen. Es geht darum, dass der Bund überhaupt handeln kann." Bislang hätten sich rund zwei Dutzend Abgeordnete hinter die Initiative gestellt. Es seien aber nicht alle Unions-Abgeordneten angeschrieben worden.

Die Diskussion darüber, ob mehr Entscheidungskompetenzen in der Corona-Politik auf die Bundesebene verlagert werden sollen, schwelt bereits seit Ende März. Merkel hatte in der ARD-Sendung "Anne Will" gesagt, die Länder müssten bei der Pandemiebekämpfung "nachlegen". Sie kritisierte Lockerungsschritte und stellte zugleich in den Raum, dass der Bund über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes selbst die Initiative ergreifen könnte. 

Ein Regierungssprecher hatte am Wochenende erklärt, es werde überlegt, "ob und wie der Bund einheitliche Vorgaben machen soll, falls das Vorgehen der Länder nicht ausreicht".

20.07 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben binnen eines Tages 14.158 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 318 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsämter von Mittwochabend hervor. Vor genau einer Woche hatten sie binnen eines Tages 20.347 Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle verzeichnet.

Nach RKI-Annahmen werden derzeit aufgrund von Urlaub und geschlossenen Praxen gegebenenfalls noch etwas weniger Tests als vor den Ferien durchgeführt. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Osterferien, also in den meisten Bundesländern nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 2.918.890, 77.554 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 377.111 (+3109), 8831 Todesfälle (+36)
  • Bayern 513.544 (+2193), 13.386 Todesfälle (+43)
  • Berlin 150.377 (+545), 3098 Todesfälle (+8)
  • Brandenburg 90.442 (+175), 3343 Todesfälle (+22)
  • Bremen 21.697 (+135), 415 Todesfälle (+3)
  • Hamburg 63.826 (+306), 1398 Todesfälle (+0)
  • Hessen 226.031 (+811), 6410 Todesfälle (+29)
  • Mecklenburg-Vorpommern 32.339 (+436), 888 Todesfälle (+7)
  • Niedersachsen 204.158 (+800), 4945 Todesfälle (+37)
  • Nordrhein-Westfalen 629.816 (+2038), 14.403 Todesfälle (+59)
  • Rheinland-Pfalz 120.845 (+735), 3362 Todesfälle (+9)
  • Saarland 32.807 (+265), 946 Todesfälle (+3)
  • Sachsen 229.207 (+1362), 8466 Todesfälle (+26)
  • Sachsen-Anhalt 76.541 (+515), 2803 Todesfälle (+18)
  • Schleswig-Holstein 51.852 (+428), 1448 Todesfälle (+1)
  • Thüringen 98.297 (+305), 3411 Todesfälle (+17)

Gesamtstand (07.04.2021, 19.01 Uhr): 2.918.890 Fälle (+14.158), 77.554 Todesfälle (+318)

Vortag (06.04.2021, 20.04 Uhr): 2.904.282 Fälle (+7621), 77.236 Todesfälle (+161)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.614.500 (+17.400). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 226.836.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 0,76 (Vortag: 0,81)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4.439 (+84)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2478 (+81)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 07.04.): 10.800.637 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (13,0 Prozent) und 4.633.859 Menschen eine Zweitimpfung (5,6 Prozent)

Anteil positiver Coronatests: über 11 Prozent (Vortag: über 9 Prozent)

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 110,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 123,0 an.

Damit wurden seit Beginn der Pandemie 2.918.890 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland gemeldet. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.614.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.554.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken. Eine Absenkung des R-Werts könne auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängen, schreibt das RKI. "Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden."

20.00 Uhr:  Wenige Tage vor dem Ende der Osterferien verzögert sich die Auslieferung der Corona-Selbsttests an die Schulen in Nordrhein-Westfalen. Der Beginn der Lieferungen verschiebt sich auf Donnerstag und Freitag. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Erlass der Ministerien für Schule und Kommunales an die Schulleitungen hervor. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Ursprünglich sollten bereits am Mittwoch die ersten rund 1000 Grund- und Förderschulen mit Selbsttests beliefert werden. An den folgenden Tagen sollten alle weiteren Schulen an die Reihe kommen, vorrangig die Grund- und Förderschulen. Grund für die Verschiebung der Anlieferungen sei ein erhöhter Zeitbedarf bei der Zusammenstellung der Sendungsinhalte, heißt es in dem Erlass. Am Donnerstag solle nun mit der Belieferung von Grund- und Hauptschulen begonnen werden. Am Freitag sollen dann alle anderen Schulen folgen. Sollten sich weitere Verzögerungen im Logistikablauf ergeben, könne auch eine Auslieferung am Samstag nicht ausgeschlossen werden.

Am Montag enden in NRW die Osterferien. Ab dann gilt eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. Kinder und Jugendliche aller Schulen sollen sich zwei Mal pro Woche selbst testen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte noch am Mittwoch betont, dass eine Öffnung der Schulen nur infrage komme, wenn dort "überall das Testen funktioniert". Das sei eine Bedingung für einen Unterricht im Präsenzmodus.

Die oppositionellen Grünen prognostizieren unterdessen, dass für die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in NRW zu wenig Corona-Selbsttests da sein werden. Das Versprechen, alle Schüler zweimal pro Woche zu testen, könne die Landesregierung schon in der zweiten Woche nach den Osterferien ab dem 19. April nicht mehr einhalten, erklärte die Grünen-Bildungspolitikerin Sigrid Beer. Bei insgesamt etwa 2,5 Millionen Schülern in NRW über alle Schulformen hinweg müssten laut Beer rund fünf Millionen Tests pro Woche vor Ort sein.

Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags hatte laut Vorlage vom 16. März 15,7 Millionen Euro freigegeben, für die zunächst 3,3 Millionen Selbsttests beschafft werden konnten. Davon wurden 1,8 Millionen Tests vor den Osterferien an die Schulen verteilt und für einmalige Selbsttestungen genutzt. Die verbleibenden 1,5 Millionen Tests sollen den Grundstock für die weiteren Tests nach den Osterferien bilden.

18.34 Uhr: Der Stadtrat in Halle hat Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mit 43:13 Stimmen vom Dienst suspendiert, berichtet die lokale "Mitteldeutsche Zeitung". Demnach habe sich bei der Sondersitzung am Mittwoch nur eine Person enthalten. Grund für das zeitweise Verbot seiner Dienstgeschäfte ist Wiegands vorzeitige Impfung gegen das Corona-Virus.

Die Impf-Affäre hatte Anfang Februar bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. So hatten Wiegand und einige Mitglieder seines Katastrophenstabes bereits am 17. Januar eine Corona-Impfung erhalten – entgegen der festgelegten Impf-Reihenfolge. Wiegand hatte seine Impfung erst Wochen später öffentlich gemacht. Es hagelte Kritik von allen Seiten.

Er selbst fühlte sich allerdings zu Unrecht angegriffen, wie er mehrmals betonte. "Niemand hat sich rechtlich etwas vorzuwerfen, meiner Auffassung nach auch moralisch nichts, weil das Impfmittel ansonsten hätte vernichtet werden müssen", sagte er noch vergangene Woche. Es stelle sich vielmehr die Frage was verwerflich sei: "Eine Impfdosis anzunehmen, die ansonsten verfallen würde, oder daraus ein Politikum zu machen, um einen parteilosen OB aus dem Amt zu entfernen", kritisierte er.

"Mitteldeutsche Zeitung" und "Bild" berichteten am Dienstag, dass die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen zu einem anderen Ergebnis gekommen sei: Demnach soll Wiegand versucht haben, die Impfungen geheim zu halten. Außerdem hätte keine der verwendeten Impfdosen weggeworfen werden müssen, wenn sich die Stadträte nicht hätten impfen lassen.

15.28 Uhr: Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Begrenzung der Kundenzahl im Einzelhandel per Eilentscheidung gekippt. Der Richtwert von einer Person pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche bringe "kein signifikantes Mehr an Infektionsschutz" und stehe in keinem angemessenen Verhältnis "zu den dadurch erwartbar verursachten weiteren Umsatzeinbußen", erklärte das Gericht am Mittwoch. Mehrere Inhaber von Geschäften hatten sich per Eilantrag gegen die geltenden Öffnungsbeschränkungen gewandt.

Hinsichtlich der Testpflicht für Kunden und der vorgeschriebenen elektronischen Kontaktnachverfolgung wies das Berliner Verwaltungsgericht die Eilanträge allerdings zurück. Diese Maßnahmen dienten einem "legitimen Zweck" und seien außerdem geeignet und erforderlich. Da zusätzlich zu diesen Vorschriften im Einzelhandel auch eine FFP2-Maskenpflicht gelte, trage allerdings die Vorschrift zur Begrenzung der Kundenzahl nicht signifikant zum Infektionsschutz bei, befand das Gericht. 

Es fehle außerdem eine Begründung des Berliner Senats, weshalb die 40-Quadratmeter-Regel trotz der bestehenden Testpflicht weiter gelten solle. Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts kann beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Beschwerde eingelegt werden.

14.44 Uhr: Der Virologe Alexander Kekulé kritisiert, dass viele Gesundheitsämter die Corona-Infektionszahlen wegen Ostern zu spät melden. Kekulé sagte im Podcast von MDR AKTUELL, wenn die Menschen zu Ostern in Deckung gingen, sei das kein Beinbruch. Bei den Gesundheitsämter sehe er das anders. Das Land sei in einer kritischen Phase, in der die Politik nachsteuern müsse. Es sei wichtig, in Echtzeit zu verstehen, was los sei. Das funktioniere ein Jahr nach Beginn der Pandemie immer noch nicht.

"Da kann man wirklich nur seufzen", so Kekulé. Schon seit der Schweinegrippe 2009 sei klar, dass bei der Technik der Gesundheitsämter nachgerüstet werden müsse. Niemand dürfe denken, die Corona-Pandemie sei mit den Impfungen im Sommer zu Ende. "Wir haben neue Varianten im Raum stehen."

 

12.49 Uhr: Die Zahl freier Intensivbetten ist in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gefallen. Aktuell sind noch 3104 Betten frei, wie aus den Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht. Am Vortag waren es noch 3417 und damit etwa 300 mehr freie Betten gewesen.

Neben steigenden Patientenzahlen gibt es noch weitere Gründe, warum die Zahl sinkt. Einer dieser Gründe ist der sogenannte Pflegeschlüssel, der angibt, wie viele Pfleger pro Intensivbett verfügbar sein müssen. Zu Beginn der Pandemie lag der Wert noch bei 2,5 Betten pro Pfleger (tagsüber) beziehungsweise 3,5 Betten in der Nacht. Zum 1. Januar wurde dieser Wert auf zwei respektive drei gesenkt, was natürlich auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeiten hatte.

Zudem fallen Pflegekräfte krankheitsbedingt aus, was ebenfalls zu weniger verfügbaren Betten führte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

11.58 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert einen kurzen, einheitlichen Lockdown. Das sagte eine Sprecherin der Kanzlerin am Mittwoch. Auf die Frage, wie die Kanzlerin Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. "Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig."

Zuvor hatte CDU-Chef Armin Laschet einen "Brücken-Lockdown" ins Spiel gebracht. Er sei sich bei seiner Einschätzung der Lage mit vielen Länderchefs, der Kanzlerin und Gesundheitsminister Jens Spahn einig, sagte der NRW-Ministerpräsident am Montag. "Da geht es um zwei, drei Wochen", sagte er dem "ZDF-Morgenmagazin".

Für die von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ins Gespräch gebrachten vorgezogenen Beratungen über mögliche weitere Verschärfungen der Corona-Beschränkungen gibt es noch keinen Termin. Der Bund sei immer bereit, zu beraten, wenn es sich als erforderlich erweise, hieß es am Montag aus Regierungskreisen in Berlin. Eine solche Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit der Bundeskanzlerin müsse aber gut vorbereitet sein, so dass bereits vorher im Wesentlichen klar sei, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Merkel hatte am vergangenen Wochenende gesagt, dass sie noch nachdenke, was das beste für Deutschland sei. Dabei hatte die Kanzlerin aber bereits für einen harten Kurs geworben. "Wir müssen mit großer Ernsthaftigkeit geeignete Maßnahmen einsetzen", sagte Merkel in der ARD-Sendung "Anne Will" und nahm die Bundesländer in die Pflicht. "Einige Länder tun dies, andere nicht."

Surftipps:

  • Bund-Länder-Gipfel vorziehen! Welche Maßnahmen Laschet jetzt fordert
  • CDU – Armin Laschet: Karriere, Frau Susanne und Vermögen 

Sehen Sie hier die Inzidenzen im Überblick:  
 
 

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

Zertifizierte FFP2-Masken ab 0,99 Euro pro Stück – jetzt einfach und sicher bestellen!

Ältere Corona-News finden Sie auf den nächsten Seiten.

 

Riesige Würgeschlange hat Junghirsch fest im Griff – bis sich das Blatt wendet

ViralHog Riesige Würgeschlange hat Junghirsch fest im Griff – bis sich das Blatt wendet

Quelle: Den ganzen Artikel lesen