Spahn will Botendienst-Vergütung bei 2,50 Euro festschreiben

Die Vergütung für den Botendienst der Apotheken soll über den 30. September hinaus erhalten bleiben. Das geht aus dem Entwurf eines Krankenhaus-Zukunftsgesetzes hervor. Demnach soll das Honorar auf 2,50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer je Lieferung abgesenkt und verstetigt werden.

Derzeit erhalten die Apotheken für ihre Botendienste 5 Euro pro Lieferort und Tag. Noch bis Ende September gilt diese Regelung – doch was dann? Die ABDA sammelt derzeit in einer Online-Umfrage Informationen von den Apotheken, um ihre Forderung nach einer Verstetigung des Botendienst-Honorars untermauern zu können.

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Doch nun kommt ihr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuvor. „Die bisher in der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung geregelte Vergütung für den Botendienst der Apotheken wird verstetigt und von 5 Euro auf 2,50 Euro je Botendienst gesenkt“, heißt es in einem Referentenentwurf, der DAZ.online vorliegt. „Apotheken können bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Wege des Botendienstes je Lieferort und Tag einen zusätzlichen Zuschlag in Höhe von 2,50 Euro zuzüglich Umsatzsteuer erheben.“

Änderung im SGB V

Bisher war die Botendienstvergütung in der SARS-CoV-Arzneimittelversorgungsverordnung festgehalten. Der entsprechende Passus läuft jedoch Ende September aus. Jetzt plant Spahn offenbar eine Änderung des SGB V per Krankenhaus-Zukunftsgesetz, um die Botendienste der Apotheken unbefristet zu bezahlen.

In der Begründung zum Gesetzentwurf heißt es: „Mit der Änderung wird Apotheken die Möglichkeit eingeräumt, bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln an Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung im Wege des Botendienstes einen zusätzlichen Zuschlag in Höhe von 2,50 Euro je Lieferort und Tag zu erheben. Die Einführung der Botendienstvergütung ist notwendig, um insbesondere in Regionen mit geringerer Apothekendichte eine Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen. Der Botendienst trägt bei dem zunehmenden Anteil der älter werden Bevölkerung damit zu deren Entlastung bei der Zahl der Apothekenbesuche und zur Sicherstellung der Versorgung dieser Personen mit Arzneimitteln bei.“

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