Warum Sie Ihr Training mit Yoga abschließen sollten

Regelmäßige Bewegung ist gut für Herz und Kreislauf, daran gibt es keinen Zweifel. Eine neue Studie zeigt jetzt, wie sie den gesundheitsfördernden Effekt der Bewegung weiter verstärken können. Der Schlüssel liegt im richtigen Cool-Down.

Sport macht fit, gesund und schön – das belegen zahlreiche Studien. Mindestens genauso wichtig wie das Training an sich ist das richtige Warm-Up und Cool-Down. Während ersteres den Körper auf die anstehende Trainingseinheit vorbereitet, leitet letzteres hingegen das Ende des Trainings ein, kühlt Körper und Muskulatur langsam ab und beugt so Muskelverspannungen vor. Daneben kann es die Regeneration beschleunigen und den Geist, die Atmung sowie das Herz-Kreislauf-System runterholen.

  • Lesen Sie auch: Angespannt und unruhig: 5 Methoden gegen Nervosität

Es gibt viele Wege, das Cool-Down zu gestalten. Eine aktuelle Studie aus Kanada zeigt, welche Bewegung für das Cool-Down am besten ist – und sich nachweislich positiv auf den Blutdruck und die Herzgesundheit auswirken kann.

Stretching vs. 15 Minuten Yoga

Im Rahmen ihrer Untersuchung verglichen die Forscher den Effekt von Yoga mit dem einer herkömmlichen Dehneinheit. Ziel war es herauszufinden, ob allein die auch im Yoga praktizierten Flexibilitätsübungen der Grund für die positiven Effekte des Cool-Downs sind – oder ob das Yoga explizit weitere gesundheitliche Vorteile bereithält.

Dafür untersuchten sie in einem Zeitraum von drei Monaten 60 Probanden, die unter Bluthochdruck und metabolischem Syndrom litten. Die Probanden absolvierten im Rahmen der drei Monate ein Bewegungsprogramm an jeweils fünf Tagen pro Woche. Die eine Probandengruppe beendete die 30-minütige aerobe Trainingseinheit mit 15 Minuten Yoga, während die andere Gruppe zum Abschluss ein herkömmliches Stretching-Programm durchführte. 

Die zwei Probandengruppen wurden so zusammengestellt, dass sie vom Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand nahezu gleich aufgestellt waren. Es gab keine merklichen Unterschiede hinsichtlich der Raucherquote, dem BMI, dem gemessenen systolischen und diastolischen Blutdruck im Ruhezustand, dem Pulsdruck sowie der Herzfrequenz im Ruhezustand. 

Niedriger systolischer Ruhepuls, geringeres Risiko für Herzkreislauferkrankungen

Zu Beginn und am Ende des Untersuchungszeitraums analysierten die Wissenschaftler die Körpermaße, den Blutdruck, das sogenannte C-reaktive Protein (hs-CRP) im Blut der Probanden sowie den Glukose- und Lipidspiegel. hs-CRP wird im Körper vermehrt bei Entzündungen gebildet. Daneben ermittelten Sie das jeweils individuelle Risiko für Herzinfarkt, Herzerkrankungen sowie Schlaganfall unter Verwendung des sogenannten Framingham- und Reynolds-Risikoscores. Diese schätzen das Risiko der Entstehung einer Konoraren Herzkrankheit (KHK) innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren ein.

Die Ergebnisse nach drei Monaten:

  • Bei beiden Probandengruppen (Yoga und Stretching) ist der systolische und diastolische Ruheblutdruck, der mittlere arterielle Blutdruck und die Herzfrequenz gesunken.
  • Beim Yoga sank der systolische Ruheblutdruck um rund 10 mmmHg während er beim Stretching um 4 mmmHg sank.
  • Die Probanden aus der Yoga-Gruppe wiesen nicht zuletzt eine niedrigere Ruheherzfrequenz sowie ein geringeres Zehn-Jahres-Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Systolischer Blutdruck

Der systolische Blutdruck misst den Druck beim Herzschlag, demnach wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt.

Damit stützen die Ergebnisse frühere Studien, die einen Zusammenhang zwischen Yoga und der Herzgesundheit sowie dem Blutdruck belegen. Unklar ist bislang, welche Mechanismen die positiven Effekte des Yogas auslösen. Mit ihrer Untersuchung liefern die kanadischen Forscher aber die wichtige Erkenntnis, dass nicht allein das Stretching Yoga so heilsam macht, sondern womöglich bestimmte Bewegungsabläufe oder Atemübungen, die in herkömmlichen Cool-Down-Einheiten nicht zu finden sind.

Yoga ist vielseitig und macht glücklich

Sie brauchen noch mehr Gründe, um mit Yoga anzufangen? Wir haben sechs weitere Vorteile der Yoga-Praxis für Sie zusammengefasst, die Sie dazu motivieren sollen, jetzt erst recht mit dem Fitnesstraining zu beginnen:

  • Yoga fördert Muskelaufbau und Flexibilität
  • Yoga baut Stress ab
  • Yoga umfasst Achtsamkeitstraining
  • Yoga ist vielseitig und passt sich dem Aktivitätslevel an
  • Yoga geht immer und überall
  • Yoga schafft Selbsterkenntnis und fördert die Zufriedenheit

Quelle: Den ganzen Artikel lesen