Ihr müsst aufpassen!Es gibt eine neue Party-Droge-und jeder Supermarkt verkauft sie

Tanzen und Party am laufenden Band – für viele ist das mit Alkohol und illegalen Drogen verbunden. Dabei soll es auch ein anderes Aufputschmittel für wilde Tanzerlebnisse geben – in Berlin zumindest schwört man auf Kakao.

Seit Oktober 2015 gibt es einmal im Monat eine Party, wie das Nachrichtenmagazin "Ozy" berichtete. "Sonntags-Gathering" nennen es die Betreiber von Lucid Party offiziell.

Das Besondere: Es wird kein Alkohol ausgeschenkt. Aber nicht, weil man eine Anti-Haltung dagegen hätte. Der Fokus liegt laut Lucid Party auf "hochschwingender Medizin".

Für die Gäste bedeutet das, es gibt rohen Kakao, Super-food Smoothies, Kräutermischungen und vegane Snacks. Dabei legen lokale und internationale DJs auf.

Wirkungen von Kakao

Der Fokus liegt auf dem Kakao, der als dickflüssiges Getränk gereicht wird – und übliche Partydrogen ersetzt. Der Einnahme von purem Kakao wird nachgesagt, eine Flut von Endorphinen, euphorische Gefühle und eine schärfere Wahrnehmung auszulösen. Außerdem verbessert es laut einer Studie des "American Journal of Clinical Nutrition" die Hirnleistung.

Trotz der zahlreichen Effekte sei die Wirkung dezent, nicht mit einem Trip auf Partydrogen vergleichbar, so Ruby May. Er verzerre nicht die Realität, trübe sie nicht wie Alkohol oder Drogen, sondern erweitere eher die musikalische Erfahrung, so Mitgründerin Ruby May gegenüber "Ozy".

Bewusster und gesunder Lebensstil

Im Zentrum der „Gatherings“ steht ein bewusster Lebensstil. Viele der Teilnehmer haben negative Erfahrungen mit der destruktiven Wirkung von Drogen und Alkohol gemacht, erklärt Ruby May gegenüber "Ozy". Man wolle bei den Veranstaltungen ein positives und gesundes Umfeld schaffen.

Wo sich in der Essenskultur ein Boom des gesunden Lebensstils ausbreitete, schwappt er nun auch in die Feierszene über. Allerdings nicht nur in Berlin. Ähnliche Partys gibt es bereits von London bis New York.

Der Kakao wird hierbei meist in Getränken oder als Pillen konsumiert. Man kann ihn allerdings auch – ähnlich wie Kokain – schnupfen. Der belgische Chocolatier Dominique Persoone entwickelte dafür ein spezielles Kakaopulver.

Die Meinung der Forschung

Forscher sind der Meinung, dass die Wirkung von Kakao keinesfalls unterschätzt werden sollte. Archäologen glauben, dass die Bedeutung von Kakao für frühere Kulturen enorm groß war. Einige Genussmittel-Experten sprechen dem Kakao in purer oder etwas bearbeiteter Form auch drogenähnliche Effekte und Nebenwirkungen zu.

Dr. Catherine Kwik-Urib, Forscherin auf diesem Gebiet, bestätigt gegenüber "Ozy", dass es zwar stimmungsbeeinflussende Komponenten im Kakao gebe, allerdings nicht genug, um als Droge gehandelt zu werden. Oft sei ein Placebo-Effekt denkbar, der diese Art von Partys berausche – immerhin aber ein relativ ungefährlicher. Bestes Angebot auf BestCheck.de

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